Unsere Marktbeobachtungen am 05.08.2019

+++ Ölpreise erleben deutlichen Preissturz seit Donnerstag +++ Verweigerung weiterer Zinssenkungen in den USA und schwächelnde Konjunktur an den Märkten an Hauptgrund angegeben +++ Verschärfung der US-Sanktionen gegen China drücken die Preise weiter nach unten +++ Mögliche Eskalation im Nahen Osten bleibt an den Märkten scheinbar ohne weitere Beachtung +++

Öffentliche Nachrichten

8 Uhr – Ölpreise sinken wieder

SINGAPUR (dpa-AFX) – Die Ölpreise sind zu Wochenbeginn nach einer zwischenzeitlichen Erholung am Freitag wieder gesunken. Ein Barrel (159 Liter) der Nordseesorte Brent kostete am Morgen 61,22 US-Dollar. Das waren 67 Cent weniger als am Freitag. Der Preis für ein Barrel der amerikanischen Sorte West Texas Intermediate (WTI) fiel um 54 Cent auf 55,12 Dollar.

Am Markt wurden die erneuten Preisrückgänge auf den Handelsstreit zwischen den USA und China zurückgeführt. Nachdem US-Präsident Donald Trump vergangene Woche neue Strafzölle auf chinesische Waren angekündigt hatte, wertete die Währung Chinas am Montag stark ab. Marktteilnehmer sprachen von einer weiteren Eskalation des Handelskonflikts, weil der Yuan-Kurs nicht frei schwankt, sondern staatlich beeinflusst ist. Bisher hatte die Notenbank Chinas eine starke Abwertung der eigenen Währung in aller Regel verhindert.

Die Spannungen zwischen den USA und Iran treten am Ölmarkt derzeit etwas in den Hintergrund. Wie am Wochenende bekannt wurde, hat Iran bereits vergangene Woche einen weiteren Öltanker im Persischen Golf festgesetzt. Die Herkunft des Schiffes ist derzeit unklar. Ausgangspunkt der Spannungen ist die Aufkündigung des Atomabkommens mit dem Iran durch die USA im vergangenen Jahr.

 

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